„Website-gewordene Schulklotür“: Jan Böhmermann vernichtet „bento“
Im „Neo Magazin Royale“ setzt sich der ZDF-Satiriker mit dem jungen Ableger von „Spiegel Online“ auseinander. Und lässt deren „Schwachsinn“ unter dem Titel „Printo“ mit Massenauflage drucken.

Es ist ja kein Geheimnis: Die junge Generation liest weniger, unaufmerksamer, unabhängiger von Marken und überhaupt eher im Web als Print. Die großen Verlage reagieren deshalb mit jugendlich wirkenden Ablegern auf dem Zeitschriftenmarkt – und im Netz mit Websites, die eine andere, frischere Sprache vermitteln als die Traditionsmedien.
Welcher Bürgerkrieg bist du?
So fand sich bei „bento“ zuletzt unter anderem das Quiz „Welcher Bürgerkrieg bist du?“. Dazu schrieben die Redakteure der Seite zur Erklärung des Gaga-Beitrags: „Hinter dem Quiz steckt ein ernstes Anliegen: Die Konflikte unserer Zeit sollten uns alle angehen. Wir sollten uns damit beschäftigen – auch wenn sie weit weg sind.“ Für Böhmermann reiner Hohn. „’Bento‘ nutzt Bilder von Kriegsopfern, um launige Spielchen zu illustrieren“, so der Moderator in seiner Sendung. „Das ist ganz sicher der richtige Weg, um junge Menschen übers Weltgeschehen zu informieren.“
Junge Leser wollen unterhalten werden
Neben dem Spiegel-Verlag halten sich auch andere große Blätter und Medien solche jugendlichen Ableger. Die „Süddeutsche Zeitung“ hat ihr „jetzt“, die „ZEIT“ betreibt sowohl im Netz als auch unter etwas anderer Aufmachung im Blatt „ze.tt“, außerdem existiert mit „FUNK“ auch eine Internet-Plattform, die von GEZ-Gebühren getragen wird.