Spelling

„Portrait Of My Heart“

Sacred Bones/Cargo (VÖ: 28.3.)

Exaltierter Art-Pop aus Kalifornien.

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Chrystia Cabral war schon immer anders als die anderen. Bestes Beispiel ist ihr Künstlername, Spellling: nicht ganz korrekt und doch ausgereift. Mit dem illustren Prog-Pop von „The Turning Wheel“ gelang ihr 2021 der Durchbruch, auf „Portrait Of My Heart“ ersetzt Cabral die kunstvollen Schnörkel des Vorgängers mit ungestümer Wildheit.

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Heftig zuckende Drums pesen durch den Titeltrack, ein spindeldürres Gitarrenriff faltet sich auf, bis es von bombastischen Streichern ertränkt wird. „I don’t belong here!“, ruft Cabral dazu, als hätte Kate Bush den Punk entdeckt. „Drain“ beginnt als breitbeiniger Springsteen-Rocker und mündet in apokalyptischem Doom. „Destiny Arrives“ ist lyrischer, Cabral schmachtet darin divenhaft soulig. Wohlklang mit feinsten klanglichen Widerhaken. Und so schrappt Spelllings Musik stets knapp an der Norm vorbei. Ein Triumph der Andersartigkeit.

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Diese Review erschien im Rolling Stone Magazin 4/25.