Marianne Faithfulls letzter Live-Auftritt
Ihr letzten Konzert gab Marianne Faithfull im November 2016 im Pariser Club Le Bataclan.

Am Donnerstag (30. Januar) verstarb Marianne Faithfull. Fans teilen nun letzte Konzertaufnahmen. Die britische Sängerin spielte ihr finales Konzert am 25. November 2016 in der Pariser Konzerthalle Le Bataclan.
Anhänger:innen von Marianne Faithfull, die bei dem Auftritt anwesend waren, posten nun vermehrt Aufnahmen des Konzerts in Gedenken an die Künstlerin. Faithfull spielte damals zwölf Songs, darunter die Hits „As Tears Go By“ und „Sister Morphine“. Hinzu kamen Live-Debüts ihrer erst 2018 auf dem Album „Negative Capability“ veröffentlichten Titel „Don’t Go“ und „They Come At Night“. Bei der intimen Clubshow trat sie ganz in Schwarz auf und sang mal an einen Gehstock gelehnt, mal im Sitzen. So sah ihre vollständige Setlist aus:
1. Tower Of Song (Leonard-Cohen-Cover)
2. Broken English
3. Vagabond Ways
4. They Come At Night
5. Don’t Go
6. Crazy Love
7. Love More Or Less
8. As Tears Go By
9. It’s All Over Now, Baby Blue (Bob-Dylan-Cover)
10. Sister Morphine
11. Late Victorian Holocaust
12. The Ballad Of Lucy Jordan
Tod einer Ikone
Marianne Faithfull wurde 78 Jahre alt. „Marianne ist friedlich in London verstorben, im Beisein ihrer liebenden Familie“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Sängerin hatte in den Sechzigerjahren erste Erfolge eingefahren, zunächst mit dem von Mick Jagger und Keith Richards und Rolling-Stones-Manager Andrew Loog Oldham geschriebenen „As Tears Go By“ (1964), als sie erst 17 Jahre alt war.
Auch die Rolling Stones selbst nahmen später (1965) eine Version auf, außerdem schrieb Mick Jagger inspiriert von seiner späteren Beziehung zu Marianne Faithfull einige Hits. Neben ihren eigenen Songs sowie als Darstellerin in Filmen ist Marianne Faithfull außerdem auf dem Beatles-Song „Yellow Submarine“ (1966) zu hören. Ihr letztes Album erschien 2021. Auf „She Walks In Beauty“ verbindet sie Spoken-Word-Passagen basierend auf romantischen Gedichten des 19. Jahrhunderts mit Arrangements von unter anderem Warren Ellis und Nick Cave.