Lily Allen: Auf der Suche nach dem Inneren Kind
UK-Sängerin verarbeitet „emotionale Turbulenzen“ in L.A.-Therapiezentrum. Sie spricht von „Schattenarbeit“

Bereits im Video ihrer 2006er-Erfolgssingle „Smile“ (bis heute 150 Millionen Abrufe allein bei YouTube) zeigte Lily Allen ihr zwiespältiges Verhältnis zu Männern. Was vor fast zwanzig Jahren nur Pop-Fiktion war, rüttelt nun an ihrem echten Leben.
Die Londonerin hatte sich kürzlich in Los Angeles von ihrem zweiten Ehemann David Harbour („Stranger Things“) getrennt. Das Verhältnis galt als zerrüttet, offenbar eine schmerzhafte Angelegenheit. Sie begab sie sich in ein Therapiezentrum, um „emotionale Turbulenzen“ zu bekämpfen, wie die Klatschpresse bereits vor Wochen herausfand.
Nun machte Allen die Sache in ihrem BBC-Podcast „Miss Me?“ (vom 13. Februar) ausführlicher zum Thema.
„Ich habe viele Gruppentherapien und einige Einzeltherapien gemacht“
„Ich bin sehr dankbar, dass man mir die Zeit und den Raum gegeben hat, den ich brauchte. Ich habe mich für ein paar Wochen in eine Art Behandlungszentrum begeben, was großartig war“, sagte die 39-jährige Sängerin. „Ich habe viele Gruppentherapien und einige Einzeltherapien gemacht, und ich brauchte einfach etwas Zeit und Abstand von allem.“
Sie betonte, dass sie in dieser Einrichtung viel Schattenarbeit über ihr „inneres Kind“ geleistet, habe. Es war „bei weitem nicht einfach“, Heilung sei „lebenslange Reise“.
Laut US-Medien kostete der Therapieaufenthalt 8.000 Dollar (rund 7.600 Euro) die Woche.
Allen und David Harbour heirateten 2020. Das Promi-Blatt „People“ diagnostizierte, sie sei über die Trennung „am Boden zerstört“, die auch „sehr schwer für sie und ihre Mädchen war.“ Die Sängerin ist Mutter der Töchter Marnie Rose, 12, und Ethel Mary, 13, die aus der Beziehung mit Ex-Mann Sam Cooper stammen.
Image der „Kinder-Hasserin“
Im Podcast sagte Allen, sie hätte in der öffentlichen Meinung das Image der „Kinder-Hasserin“. Was definitiv nicht stimme. Sie erklärte, dass ihre Behandlungs-Entscheidung gerade mit Blick auf die Kinder getroffen wurde: „Ich liebe meine Kinder über alles, und ich bin jetzt in einer Situation, in der ich mich für sie wirklich stark machen muss“, sagte sie. „Es war eine wirklich schwere Entscheidung, sie für ein paar Wochen zu verlassen, um mich auf mich selbst zu konzentrieren, aber letztendlich war es für sie. Ich brauchte Hilfe, um das zu schaffen.“
„Allein war ich dazu nicht in der Lage, da ich in einem emotionalen Aufruhr war“, sagte sie. „Jetzt kann ich es! Ich sage nicht, dass ich zu 100 Prozent da bin. Und ich sage auch nicht, dass ich es zu 100 Prozent hinbekomme oder jemals hinbekommen werde. Doch ich bin definitiv in einer stärkeren Position.“
Allen verriet, dass sie im letzten Jahr Probleme mit dem Essen als auch mit ihren Medikamenten hatte. „Irgendwann wurden die Dinge für mich unkontrollierbar. Sie sagte, dass ihr Antidepressivum nicht „wirklich funktioniert“ habe.
Nach der (vorerst) erfolgreichen Therapie wolle sie sich nun in ein neues künstlerisches Projekt stürzen: Ein Musical.